Samstag, 11. Mai 2019

pv-magazine: "Der Preis an der Strombörse fällt am Ostermontag in der Spitze auf minus 83,01 Euro pro Megawattstunde"



Die erneuerbaren Energien lieferten am Ostermontag um 12 Uhr zusammen 56 Gigawatt – bei einem Verbrauch von 61 Gigawatt. Der Preis an der Strombörse fällt am Ostermontag in der Spitze auf minus 83,01 Euro pro Megawattstunde.




Strahlender Sonnenschein von Flensburg bis Füssen, dazu eine ordentliche Brise in weiten Teilen des Landes – am Ostermontag herrschten sehr gute Bedingungen für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Wie Zahlen von Agora Energiewende zeigen, konnten sie den Strombedarf über mehrere Stunden hinweg fast vollständig decken. So lag die Leistung der Photovoltaik-Anlagen um 12 Uhr bei 33 Gigawatt und die der Onshore-Windräder bei 12,5 Gigawatt. Dazu kamen gut 11 Gigawatt aus Biomasse, Offshore-Windenergie und Wasserkraft. Dieser regenerativen Erzeugungsleistung von fast 56 Gigawatt stand zur gleichen Zeit ein Stromverbrauch von gut etwa 61 Gigawatt gegenüber. Um 15 Uhr kamen gut 51 Gigawatt aus erneuerbaren Energien, der Verbrauch lag bei knapp 56 Gigawatt.

Die Betreiber konventioneller Kraftwerke reagierten, indem sie ihre Anlagen weit herunter regelten. Um 12 Uhr liefern die Atomkraftwerke 3,8 Gigawatt, die Braunkohlekraftwerke 4,7 Gigawatt. Steinkohlemeiler wurden fast vollständig aus dem Markt genommen (1,8 Gigawatt). Das Exportsaldo summierte sich zu diesem Zeitpunkt auf 13 Gigawatt. Der Preis an der Strombörse fiel auf minus 62,08 Euro pro Megawattstunde. Um 14 Uhr erreichte er mit minus 83,01 Euro seinen Tagestiefspunkt. „Die konventionellen Kraftwerke, insbesondere die Braunkohlekraftwerke, hätten ihre Erzeugung noch stärker drosseln können. Dann wären die Börsenpreise auch nicht so stark gefallen“, sagt Bruno Burger vom Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE).*

Der hohe Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten Stromerzeugung sorgte dafür, dass sich der CO2-Emissionsfaktor des Strommix zwischen 11 und 16 Uhr zwischen 160 und 170 Gramm pro Kilowattstunde bewegte. Das entspricht etwa einem Drittel des Jahresdurchschnitts.

Auch am Dienstag nach Ostern machten die erneuerbaren Energien über viele Stunden hinweg den Löwenanteil der Stromzerzeugung aus. So lieferten die Onshore-Windräder Agora zufolge um 13 Uhr gut 26 Gigawatt, die Photovoltaik-Anlagen 27,5 Gigawatt. Zusammen mit den anderen Erzeugungsanlagen kamen die erneuerbaren Energien zu diesem Zeitpunkt zusammen auf 66,4 Gigawatt. Wegen des Werktags lag der Verbrauch mit fast 80 Gigawatt aber deutlich höher als am Ostermontag.

*Anmerkung der Redaktion: Diese Passage wurde am 23. April 2019 um 16.30 Uhr ergänzt.

 
https://www.pv-magazine.de/2019/04/23/photovoltaik-und-windkraft-decken-strombedarf-am-ostermontag-zeitweise-fast-vollstaendig/

Samstag, 4. Mai 2019

heise.de: Das neue Super Plus - Ladestrom teurer als Dieselkraftstoff

heise.de berichtet:

"Der Ärger ist groß in der Community der Elektroautofahrer: Die Preise für Strom an öffentlichen Ladesäulen sind rapide gestiegen.

Je nach Anbieter und Vertragsverhältnis kann die elektrische Energie an den für längere Strecken wichtigen Gleichstrom-Schnellladesäulen 39, 49 oder sogar 89 Cent pro Kilowattstunde (kWh) kosten.

Das Ergebnis: Unter bestimmten Umständen liegen die Kilometerkosten über denen von Autos mit Verbrennungsmotor. Eine herbe Enttäuschung – und eine Verbesserung ist nicht in Sicht."

https://www.heise.de/autos/artikel/Das-neue-Super-Plus-Ladestrom-teurer-als-Dieselkraftstoff-4411434.html


Sonntag, 28. April 2019

Volker Quaschning "Photovoltaik für den Klimaschutz: Macht die Dächer voll!"

Um die Pariser Klimaschutzziele einzuhalten müsste der Photovoltaikzubau in Deutschland mindestens verachtfacht werden. 

Die aktuelle deutsche Gesetzgebung verhindert größere Teile des möglichen Photovoltaikausbaus. 

Das Video zeigt, welche Änderungen für einen erfolgreichen Klimaschutz nötig wären und wie Photovoltaikanlagen helfen können, den eigenen CO2-Rucksack signifikant zu reduzieren.

Ein Vortrag vom PV Symposium 2018.



Daraus leitet Volker Quaschning folgende fünf nötige Änderungen bei dem EEG für den Klimaschutz ab:

1. Abschaffung der Eigenverbrauchsumlage

2.  Anlagenoptiierung auf CO2-Einsparungen anstatt auf Eigenverbrauch

3. Keine Auschreibungen mehr für Dachanlagen

4. Aufheben der Leistungsgrenze von 10 MW

5. Erhöhung des PV-Zubaus auf 15 GW pro Jahr zum Einhalten der Pariser Klimaschutzziele


Freitag, 19. April 2019

Smart-Meter-Rollout-Umfrage: "Die Akzeptanz des Smart-Meter-Rollouts unter PV-Anlagenbetreibern ist verheerend..."

 

Zitat: "PV-Betreiber sehen den Smart-Meter-Rollout überaus skeptisch. Das zeigen die Ergebnisse unserer Umfrage, die wir im Januar gemeinsam mit dem PV-Forum erstellt haben. Über 1.500 PV-Betreiber haben daran teilgenommen. „Digitalisierung ja, aber richtig“ lassen sich die Ergebnisse zusammenfassen. Insbesondere der mangelnde Kundennutzen durch die neuen Zähler wird kritisiert."

Hier der Link zu den interessanten Umfrageergebnissen (Stand 30. Januar 2019):

https://www.commetering.de/wp-content/uploads/2019/01/ComMetering_Umfrage_PV-Betreiber_Smart-Meter-Rollout_Jan-2019-.pdf
 

Samstag, 3. März 2018

heise-online.de: Zeit-Synchronisation per Stromnetz - Energieknappheit lässt Uhren nachgehen


Viele Radiowecker und stromnetzgespeiste Uhren etwa in Mikrowellenherden nehmen die nominelle Frequenz der Netzspannung von 50 Hertz als Taktgeber. Das ist billiger als zusätzlich einen frequenzstabilen Quarzoszillator einzubauen. 

Solche Synchronuhren gibt es schon seit der elektromechanischen Ära und bisher hat die Konstanz der Netzfrequenz für eine mittelfristig zuverlässige Zeitanzeige ausgereicht. 

Das scheint sich zurzeit zu ändern: Laut Leserberichten sind solche Uhren in den vergangenen Tagen immer weiter hinter die über andere Systeme (Langwellenfunk, DCF77 oder Internet, NTP) verbreitete gesetzliche Zeit zurückgefallen.

(...)
Netzsynchronisierte Uhren nutzen nun eben diese schwankende Frequenz als Taktgeber. Dass diese Uhren inzwischen mehrere Minuten nachgehen, ist ein Indiz dafür, dass seit Längerem zu wenig sogenannte Regelleistung aus kurzfristig zuschaltbaren Quellen wie etwa Gaskraftwerken ins Netz gespeist wird.
Netzfrequenz Histogramm 28.2.2018
Die Netzfrequenz lag am 28.2.2018 oft ein gutes Stück unter den nominellen 50 Hertz. (Bild:  netzfrequenz.info)
Der Leistungsmangel scheint aktuell ein Dauerzustand zu sein, was Statistiken wie das Frequenzhistogramm auf netzfrequenz.info andeuten: Am gestrigen 28. Februar 2018 lagen die meisten Einzelwerte unter 50 Hz. Auch zum Mittag des 1. März 2018 zeigte die Netzfrequenz eine Tendenz in Richtung zu niedriger Werte (siehe Bild oben). Der Schweizer Versorger Swissgrid beziffert am 1.3.2018 die aufgelaufene Abweichung der Netzzeit gegenüber der gesetzlichen Zeit auf mehr als 5 Minuten.
Über den Grund für die zu geringe Regelleistungszuführung können wir nur spekulieren. Eine Anfrage von heise online an den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) blieb bis Redaktionsschluss dieser Meldung unbeantwortet.

https://heise.de/-3984126

(Quelle: heise.de)